Über uns


Wir sind die Borreliose Selbsthilfegruppe Potsdam.

Wir = das sind Betroffene und /oder ihre Angehörigen sowie am Thema Interessierte

 
Wir bestehen seit März 2011 und haben uns auf dem Hintergrund steigender Borreliose-Infektionszahlen sowie aus Kenntnis der Not der Betroffenen für unsere Arbeit folgende Ziele gesteckt:

  • einen Ort zur Verfügung zu stellen, wo Sie sich über Fragen, Ängste, Hilfen zur Borreliose austauschen können
  • im Austausch das eigene Wissen zu erweitern
  • Informationsquellen zu erschließen und -material weiterzugeben
  • Beratung über evtl. notwendige weitergehende Hilfen zu geben
  • Selbsthilfe aktiv mitzugestalten
  • Vernetzung mit anderen Selbsthilfegruppen, Synergien zu nutzen
  • um nach außen wirken zu können, ist Öffentlichkeitsarbeit zu leisten

 
Wir bemühen uns, in Kontakten zu Ärzten, Krankenkassen, Behörden und Medien auf den dringenden Handlungsbedarf hinzuweisen.

Jeder von uns kennt die Situation, sich in seinem Kranksein rechtfertigen zu müssen, weil der/die Behandler*in den Zusammenhang zwischen Symptomen und Borrelien-Infektion nicht kennt oder verharmlost, weil er/sie die vielen schädigenden Auswirkungen nicht kennt. Dazu kommt der ärztliche Streit um die richtige Behandlungsmethode, wenn die Borreliose diagnostiziert worden ist. Wertvolle Behandlungszeit kann somit ungenutzt verstreichen. In diesem Ziel sehen wir uns vereint mit den vielen schon existierenden Borreliose-Selbsthilfegruppen im ganzen Bundesgebiet, europa- wenn nicht weltweit.

                                                                                                          

In der Gründung unserer Selbsthilfegruppe drückt sich der von uns empfundene Mangel an Wissen über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten generell aus. Die Krankheit und ihre Folgen für die Betroffenen werden immer noch nach über 30 Jahren Kenntnis unterschätzt oder oft gar nicht erkannt, weshalb sich die Betroffenen unverstanden, allein gelassen und/oder ausgegrenzt fühlen. Dem wollen wir mit unserer Selbsthilfegruppe entgegenwirken, denn schon das Gefühl, mit

seiner "Problematik" nicht allein da zu stehen, hilft schon ein wenig.

 

Selbsthilfegruppe heißt: Auch selbst aktiv zu werden, sich den Problemen  stellen zu wollen und sich mit den anderen auf den Weg zu machen. Wir sind keine "Erlöser-Gruppe" in Sachen Heil machen, aber wir können uns gegenseitig stärken und mit unseren Fähigkeiten einbringen.

 

Es gibt engagierte Ärzte, Interessenvertreter - leider noch zu wenige - die sich zur Aufgabe gestellt haben, der Öffentlichkeit und insbesondere der Gesundheitspolitik die Gefährlichkeit/Brisanz dieser Erkrankung klarzumachen: die schädigende Auswirkung auf die Volksgesundheit und damit auch auf die aufzubringenden Kosten im Gesundheitswesen. 


 Trauen Sie sich als Betroffene*r oder als Angehörige*r zu uns Kontakt aufzunehmen! 

FAQ

Antworten zu den häufig gestellten Fragen 

Was ist eine Selbsthilfegruppe?

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Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse von Menschen, die in ähnlichen Lebenssituationen sind bzw. vor der gleichen Herausforderung stehen. In regelmäßigen Treffen tauschen sich die Mitglieder einer Selbsthilfegruppe über ihre Erfahrungen aus, hören sich gegenseitig zu und geben einander, wenn möglich und gewollt, Unterstützung. Die Gruppe kann Kraft und Mut schenken, sowie einen Perspektivwechsel ermöglichen, sodass die Mitglieder ihr Schicksal (wieder) stärker selbst in die Hand nehmen und ihrer sozialen Isolation entgegen wirken können.

Wann und warum wurde diese Gruppe gegründet?

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Die Gruppe wurde 2011 von Konrad Winkler ( † November 2020) gegründet. 
Die jetzige Leiterin ist Elisabeth Camin.

In der Gründung unserer Selbsthilfegruppe drückt sich der von uns empfundene Mangel an Wissen über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten generell aus. Die Krankheit und ihre Folgen für die Betroffenen werden immer noch nach über 30 Jahren Kenntnis unterschätzt oder oft gar nicht erkannt, weshalb sich die Betroffenen unverstanden, allein gelassen und/oder ausgegrenzt fühlen. Dem wollen wir mit unserer Selbsthilfegruppe entgegenwirken, denn schon das Gefühl, mit

seiner "Problematik" nicht allein da zu stehen, hilft schon ein wenig.

Wie kann ich der Gruppe beitreten?

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Unsere Gruppe trifft sich jeden 2. Mittwoch im Monat, 18:30 - 20:30 Uhr, im SEKIZ, Hermann-Elflein-Straße 11. Interessierte können sich unter "Termine/Kontakt" anmelden und dann unverbindlich am nächsten Treffen teilnehmen. 

Was ist Borreliose?

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Borrelien sind Bakterien und gehören zur Familie der Spirochäten (wie die Erreger der Syphilis), die sich selbständig fortbewegen können. Die weibliche Zecke wird durch eine Blutmahlzeit bei einem Wirt, der diese Borrelien in sich trägt, Zwischenwirt und gibt die Borrelien dann während ihrer nächsten blutsaugenden Tätigkeit an den Menschen weiter. Die Borrelien versuchen, sich in ihrem neuen "Wirt" einzunisten. Aus Selbstschutz (bei Angriff durch das Immunsystem/Medikamente) können sie auch ihre Gestalt ändern, was ihr Bekämpfen so schwierig macht.  Da die Krankheitserreger = Borrelien sich im Darm der Zecke aufhalten, dauert es eine ganze Weile bis die Erreger über den "Speichel" der Zecke in den neuen Wirt = Mensch eindringen. Dort beginnt der Kampf mit der körpereigenen Abwehr des Menschen. Ist die Infektion "erfolgreich" KANN sie sich in einer Wanderröte = Erythem zeigen. 


Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die Zecke auch eine Virus-Erkrankung = die FSME (Frühsommer-Meningitis) übertragen kann. Dagegen kann man sich in den befallenen Gebieten mit einer Impfung schützen.  
 

Weitere Infos unter: "Wissenswertes".